Deutschland

In der Mitte Europas liegt Deutschland mit einer Fläche von 357.050 km² und rd. 82,5 Mio. Einwohnern. Die Geburtenrate hat sich in den letzten Jahren auf 1,59 Kinder pro Frau erhöht. Im Zuge dieses Babybooms erzielt die Bundesrepublik derzeit ein leichtes Bevölkerungswachstum. Insgesamt leben rd. 10,6 Mio. Kinder unter 15 Jahren in Deutschland.

Stabile wirtschaftliche Lage

Deutschland erlebt einen stetigen konjunkturellen Aufschwung. Das Bruttoinlandprodukt beträgt 3.263,4 Mrd. € (2017) und soll laut Prognosen weiter steigen. Auch der Handel ist für Deutschland von hoher Bedeutung. Die Bundesrepublik ist das drittgrößte Export- und Importland der Welt. Insgesamt wird ein Volumen von 1.250 Mrd. US$ exportiert und 973 Mrd. US$ werden importiert.

Der stabile Arbeitsmarkt und die niedrigen Zinsen regen den Konsum der deutschen Staatsbürger an. Zudem wird ein weiterer Anstieg der Kaufkraft prognostiziert. Die steigende Geburtenrate, die stabile Wirtschaft und die hohe Kaufkraft der Deutschen machen die Bundesrepublik zu einem attraktiven Markt für Spielwaren.

Spielzeugtrends in Deutschland

Aufgrund der guten wirtschaftlichen Gesamtsituation und den niedrigen Zinsen in der Bundesrepublik, sind Eltern und Großeltern bereit, mehr Geld für Kinderspielzeug zu investieren. Die Ausgaben für Spielware betrugen im Jahr 2017 3.167 Mio. € und werden zukünftig weiter steigen.

Zu den umsatzstärksten Spielwarensegmenten in Deutschland gehören Spielwaren für Kleinkinder und Vorschulkinder, Bausätze sowie Spiele und Puzzle. Vor allem elektronisches Spielzeug und traditionelles Spielzeug mit elektronischen Features liegen im Trend. Großen Wert legen Deutsche auf Zusatznutzen und auf Spielzeugsicherheit. Auch die Qualität spielt eine wichtige Rolle. Eltern vertrauen auf Marken, mit denen sie bereits in ihrer Kindheit gespielt haben. Gefällt das Kinderspielzeug den Eltern, ist die Wahrscheinlichkeit für einen Kauf erhöht. Aus diesem Grund werden Kinderfilme häufig so produziert, dass sie auch Erwachsene ansprechend finden und entsprechende Lizenzwaren für ihre Kinder einkaufen.

Umsatzstarke Zielgruppen für Spielware

Deutsche kaufen dreiviertel der Spielware im stationären Handel. Das meiste Kinderspielzeug wird von Eltern und Großeltern für Kinder bis 6 Jahre gekauft. Die Zielgruppe der Grundschulkinder und Teenager generiert dennoch die Hälfte der Einzelhandelsumsätze. Dies liegt daran, dass deutsche Kinder sich ihr Spielzeug mit Taschengeld finanzieren können und damit aktiv im Spielzeugmarketing berücksichtigt werden. Nicht zu vernachlässigen ist auch der Teil der Umsätze, der mit Spielzeug für Erwachsene über 20 Jahren erzielt wird.