Spielwarenmarkt Europa

Dynamische Marktsituation in Europa

Die Spielwarenindustrie ist eine der dynamischsten Branchen in Europa. Etwa 60% der Spielwaren auf dem Markt sind Neuheiten – und das jedes Jahr. Es existieren rund 5.000 Spielwarenfirmen innerhalb der EU mit insgesamt 220.000 Beschäftigten in diesem Sektor.

Umsatz, Im- und Exporte

Der Umsatz mit traditionellen Spielwaren im europäischen Einzelhandel belief sich 2011 auf 15,8 Mrd. €. Den größten Anteil daran hatten die fünf führenden Spielwarenmärkte der EU: Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Italien und Spanien. Am beliebtesten sind Spielsachen für Babys und Vorschulkinder, gefolgt von Puppen und Plüsch, sowie Outdoor und Sport. 

Die EU27-Länder exportieren klassisches Spielzeug im Wert von 1,13 Mrd. € jährlich (2011) in Nicht-EU-Länder. Die Hauptabnehmer sind USA, Schweiz und Russland. Die Spielwarenimporte beliefen sich 2011 auf 6,42 Mrd. €. Als Hauptlieferant ist hier China für 90,7% der Importe verantwortlich. 

Absatzkanäle für klassische Spielwaren

Hauptabsatzkanal in Europa ist der Spielwareneinzelhandel: Die Ladengeschäfte halten einen Marktanteil von rund 35%, gefolgt vom Online-Handel mit 32% und weit abgeschlagen den Verbrauchermärkten mit 14%. Der Absatz von Spielzeug über das Internet befindet sich in Europa stark im Aufwärtstrend. Es ist zu erwarten, dass sich diese Entwicklung noch länger fortsetzt. Der Dabei ist der Spielwarenmarkt in Europa äußerst saisonal geprägt. Der Großteil der Abverkäufe (ca. 60%) findet in der Weihnachtszeit (November/Dezember) statt. 

Europäische Familien schätzen Baby- und Kleinkindartikel

Baby- und Kleinkindartikel sind die meistverkauften Spielwaren in der EU, gefolgt von Puppen, Spielen und Puzzles sowie Outdoor-Spielzeug. Zusammen generieren diese Produktgruppen mehr als 50% des gesamten Spielwarenumsatzes Europas. 

In Europa leben schätzungsweise 79 Mio. Kinder unter 14 Jahren (2013). Dies sind rund 15% der Gesamtbevölkerung. Durch die sinkende Geburtenraten und das Altern der Gesellschaft ergeben sich in der europäischen Spielwarenindustrie neue Herausforderungen. Andere Zielgruppen rücken in den Fokus, wobei besonders die Erwachsenen als potenzielle Käufer interessanter werden.