Indiens Marktpotential

Die indische Spielwarenindustrie wird auf etwa 850 Millionen US-Dollar geschätzt und generiert damit bisher nur 0,5 Prozent des globalen Markts. Ein Wachstum von rund 15 Prozent verspricht jedoch einen raschen Anstieg dieser Statistik, vor allem vor dem Kontext der wachsenden Mittelschicht und der zunehmenden Bereitschaft, auch in Luxusgüter zu investieren.

Indien selbst besitzt über 800 Spielwarenhersteller, Exporteure und Zulieferer. Damit werden 60 Prozent des Markts von indischen Herstellern und ausländischen Unternehmen mit Tochtergesellschaften in Indien bedient. Die Toy Association of India schätzt, dass etwa 90 Prozent der indischen Spielwarenindustrie im unorganisierten Sektor angesiedelt sind.

Beim Spielwareneinzelhandel sehen die Zahlen ähnlich aus: Noch werden ganze 65 Prozent, also 547,4 Millionen US-Dollar, vom unorganisierten Sektor bedient. Eine Verlagerung hin zum organisierten Einzelhandel ist jedoch deutlich erkennbar.

Fokus auf Qualität

Indische Konsumenten achten mehr und mehr auf hochwertige Produkte und somit auf Markenware. Zwar ist der Preis häufig immer noch der wichtigste Entscheidungsfaktor, jedoch relativiert sich seine Bedeutung bei bekannten Markenspielwaren, die Qualität versprechen. Besonders bemerkenswert ist, dass 64 Prozent der Konsumenten ihren Einkauf planen und davon sogar 57 Prozent nach einem konkreten Spiel suchen.

Faktoren bei der Kaufentscheidung

Meist begleiten Kinder ihre Eltern beim Kauf und nehmen direkten Einfluss auf die Kaufentscheidung. Fernsehwerbung spielt dabei eine wichtige Rolle. An erster Stelle der beliebtesten Produktkategorien stehen elektronische Spielwaren, gefolgt von Stofftieren und Hard Toys.

Einen bedeutenden Anteil an Spielwarenverkäufen haben Geschenke. Die indische Tradition verlangt, dass der Empfänger eines Geschenks etwas Ähnliches zurückgeben muss. Experten vermuten, dass so etwa 50 Prozent des Markts von Geschenken für Nicht-Familienmitglieder abgedeckt werden.

Import

Die Zahlen der Importe von Verbrauchsgütern haben sich von 2004/05 bis 2008/09 fast verdreifacht und belegen so die steigende Nachfrage nach internationalen Produkten.

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