Spielwarenmarkt Japan

Der japanische Spielwarenmarkt

Spielwaren werden in Japan bevorzugt in Fachgeschäften, in Shoppingcentern und so genannten Suburban Stores gekauft. Beliebt ist zudem auch der Internetversandhandel. Meist werden die Spielwaren von Müttern und Großmüttern gekauft. Die Rolle der Väter nimmt mit zunehmendem Kindesalter ab. Auch Großväter kaufen eher selten Spielwaren für die Enkelkinder.

Bei der Anschaffung eines Spielzeugs steht für mehr als 80 Prozent der Käufer die Sicherheit des Produkts im Vordergrund. Weitere Kaufkriterien sind neben dem Preis auch die Förderung der geistigen und pädagogischen Entwicklung des Kindes.

Spielwaren internationaler Hersteller sind in Japan weit verbreitet. Bei preiswerten Spielwaren haben chinesische Importe die Nase vorn. Westliche Anbieter sind aber ebenfalls vertreten und genießen trotz höherer Preise einen ausgezeichneten Ruf.

In Japan ist die Spielwarenbranche stark vom TV abhängig. Auch Produkteinführungen sind wichtiger als in vielen anderen Ländern. Aufgrund der im Jahre 2011 ausgelösten Krise werden derzeit jedoch weniger Neuwaren angekündigt.

Einfluss der Krise

Der japanische Verbrauchermarkt leidet seit der Naturkatastrophe im Jahr 2011 erheblich. Auch die Spielwarenbranche musste große Einbußen verzeichnen. Viele Spielwaren-Fachgeschäfte wurden entweder beschädigt oder zerstört. Auch heute noch kämpfen einige Händler um ihre Existenz. Nichtsdestotrotz spendete die japanische Spielwarenindustrie einen Großteil ihrer Waren, um die von der Katastrophe betroffenen Kinder zu unterstützen.