Dank ihrer geografischen und kulturellen Nähe zu Europa gilt die Türkei als Tor zu den Märkten des Nahen und Mittleren Ostens. Die Bevölkerung umfasst rund 80 Mio. Einwohner mit einem Durchschnittsalter von ca. 31 Jahren. Besonders hoch ist die Bevölkerungsdichte rund um den Bosporus. Hier befindet sich mit der Stadt Istanbul das wohl wichtigste Handelszentrum des Landes. 

Wirtschaft und Konsumverhalten in der Türkei

Mit einem Bruttoinlandsprodukt von  849,5 Mrd. US-Dollar verzeichnete die Türkei in 2017 ein leichtes Wachstum. Mehr als die Hälfte der Wirtschaftsleistung geht auf den stark ausgeprägten Service-Sektor zurück. Trotz einer Arbeitslosenquote von rund  11% und einer zweistelligen Inflationsrate zeigt sich die Bevölkerung ungewöhnlich konsumfreudig. Größere private Anschaffungen werden allerdings überlegt getätigt und im Zweifelsfall durch die Aufnahme von Krediten finanziert.  

Spielzeug für Kinder zu bestimmten Anlässen

Mehr als 19 Mio. Kinder im Alter von 0 bis 14 Jahren bilden eine große Zielgruppe für den Absatz von Spielwaren in der Türkei. Insbesondere bei den besserverdienenden Eltern sind die die Ausgaben pro Kind in den letzten Jahren gestiegen. Gerne wird Spielzeug anlassbezogen oder zur Belohnung, z.B. für schulische Leistungen, gekauft. Dabei boomt das Spielwarengeschäft vor allem in der ersten Woche der Sommerferien, aber auch in den Winterferien. Neben den Eltern sind auch Großeltern wichtige Adressaten für den Verkauf von Spielzeugen, die dann an deren Enkel verschenkt werden.

Türkische Spielwaren dominieren den Markt

Spielwaren aus der heimischen Produktion erfreuen sich in der Türkei großer Beliebtheit. Dennoch finden auch Marken aus dem Ausland gern Eingang in den Spielwarenhandel. Treiber für den Absatz internationaler Spielzeuge sind vor allem Lizenzprodukte.  Zu den wichtigsten Produktgruppen zählen traditionelle Spielwaren und Brettspiele. Auch Videospiele werden zunehmend relevant.